Lar Tmava

Eine grossgewachsene, schlanke Onlo mit einem kleinen anatubischen Vulkan-Waldschnapper auf der Schulter.

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Standort: Baumzucht

Sonntag, August 06, 2006

Unruhe

Wie oft ich meinen Blick zum Horizont wende und nach einem Vogel Ausschau halte, welcher mir Kunde von meinen Brüdern bringt - ich weiss es nicht. Noch immer habe ich keine Antwort auf meine Bitte, und mit jedem Tag werde ich ungeduldiger.

Dralion spürt wohl meine Unruhe, er hat seine täglichen Streifzüge gekürzt und weicht mir kaum mehr von der Seite. Und ich fürchte, er weiss, dass es nicht nur die Ungeduld ist, welche mich die letzten Tage quält.

Eine seltsame Unruhe hat mich ergriffen. Ich verbringe mehr Zeit in den Tiefen der Wälder als für gewöhnlich, doch die Ruhe scheint nicht auf mich zu wirken, nicht mehr. Im Gegenteil, je länger ich dort verweile, desto unruhiger werde ich. Ständig kreisen meine Gedanken um verschiedene Dinge, doch ich kann ihnen keinen keinen Einhalt gebieten, kann sie nicht stoppen, in geordnete Bahnen lenken.

So sehr ich es versuche, ich kann nicht sagen, worum meine Gedanken kreisen, doch sie schlagen sich in verworrenen Träumen nieder, welche mich morgens müde und gequält erwachen lassen. Ich sehe dichte Wälder, Unterholz, welches zu einem undurchdringbaren Gewirr zusammengewachsen ist. Gesichter tauchen unvermittelt auf, von Onlos, Zauberinnen. Bevor ich sie erkenne, verschwinden sie im Dunklen, hinterlassen ein Gefühl der Leere. Manchmal weichen die Bäume zurück und geben den Blick frei auf eine riesige Lichtung. Saftiges Gras wächst dort, doch keine einzige Blüte. Ich betrete die Lichtung, und die Bäume weichen noch weiter zurück, die Lichtung erstreckt sich so weit das Auge blicken kann, und ich stehe ganz alleine da. Dunkelheit umfasst mich, eisige Kälte kriecht durch meinen Körper.

Warmer Dampf kitzelt mich an meiner Halsbeuge, und als ich erwache, ist Dralion an meiner Seite. Seine unergründlichen Augen blicken mich an, und beschämt drücke ich ihn an mich, wohl wissend, dass er mich nie verlassen wird, und mich selbst rügend, dass ich dies in meinen Träumen zu vergessen scheine.

Mit Dralion in meinem Arm falle ich wieder in einen unruhigen Schlaf.