Lar Tmava

Eine grossgewachsene, schlanke Onlo mit einem kleinen anatubischen Vulkan-Waldschnapper auf der Schulter.

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Standort: Baumzucht

Donnerstag, Juli 06, 2006

Fehlende Antworten

In den düsteren Gewölben des Postkellers begann ein Gespräch, dessen Verlauf mir nicht aus dem Kopf geht. Ein Kämpfer fragte mich, was mir von den Graniaks bekannt sei. Grauenvolle Bilder stiegen in mir auf, Säure, kahle Ebenen, Zerstörung. Das schummrige Zwielicht des Postkellers schien mir mit einemal dunkler als die Höhlen von Hewien.

Bei einem Krug Quellwasser im Wirtshaus vermochte ich mich endlich überwinden, von den Graniaks zu erzählen. Viel weiss ich nicht mehr, ich verdrängte den Gedanken an sie, und die Jagd habe ich nicht miterlebt. Doch an die Schuppen und die langen Klauen, die peitschenden Schwänze, daran konnte ich mich noch erinnern, und den Namen Ostarion Frostbart. So erzählte ich, was ich wusste.

Doch ehe wir uns versahen, sprachen wir nicht mehr über die Graniaks. Das Thema war dennoch nicht viel angenehmer, doch es war nicht das alleine, was in mir verschiedene Fragen aufwarf. Ich konnte mein Gegenüber einfach nicht einschätzen.

Später, auf der Lichtung, als ich mir das Gespräch nocheinmal durch den Kopf gehen liess, hörte ich die Stimme meines Vaters. Mir kam ein Gespräch mit ihm in den Sinn: Wir sassen in der Gartenlaube, und ich weinte mich bei ihm aus. Ein junger Onlo hatte mir mein Herz gebrochen, es war das erste Mal und sollte nicht das letzte Mal bleiben. Er war ein äusserst gutaussehender Geselle gewesen, doch mein Vater hatte mich vor ihm gewarnt. Jung und trotzig wie ich war, hatte ich nicht auf seine weisen Worte gehört: "Traue nicht deinen Augen, sondern deinem Herzen. Das wirklich Wichtige sehen wir nicht mit den Augen."