Lar Tmava

Eine grossgewachsene, schlanke Onlo mit einem kleinen anatubischen Vulkan-Waldschnapper auf der Schulter.

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Standort: Baumzucht

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Der Barudor

So langsam wachsen mir meine Baru-Felder über den Kopf. Sie gedeihen immer üppiger, und obwohl ich Baru-Getreide liebe, weiss ich manchmal nicht mehr, wohin damit. Zwar veräussere ich hin und wieder etwas davon in der Markthalle, aber ich tue dies mit einem etwas schlechten Gewissen. Es ist nicht die Tatsache, dass ich Baru-Getreide für Gold hergebe. Mich bedrückt vielmehr die Qualität der Ware, die ich verkaufe. Das Getreide ist von hervorragender Qualität, doch mit den hiesigen Gerätschaften will es mir einfach nicht gelingen, das gemahlene Getreide derart zusammenzukleben, dass es meinen Ansprüchen genügen würde.

Dann erinnere ich mich mit Bedauern an meine Heimat und die dortigen Methoden. Wie elegant fertigen wir dort die Kugeln an, und die Qualität übersteigt die hiesige bei weitem. Dabei ist es ganz einfach – mit Hilfe eines Barudors.


Ein Barudor ist ein kleines Holzkästchen, welches je nach Besitzer mehr oder weniger verziert ist. Im Inneren schwimmt eine klare, schimmernde Flüssigkeit. Sie wird durch Alte Onlo-Magie an ihrem Ort gehalten. Die Flüssigkeit besteht aus Tränen eines Baumes, und darin liegt die eigentliche Schwierigkeit, aber auch Macht eines Barudors. Macht, weil den Tränen eines Baumes die Kraft nachgesagt wird, an ferne Orte zu gelangen, um die Schönheit fremder Gegenden zu sehen. Schwierigkeit, weil es selbst für Waldflüsterinnen äusserst schwierig ist, je einen Baum weinen zu sehen.


Mittlerweile habe ich schon einige Erfahrungen mit Alter Onlo-Magie, als Waldflüsterin gesammelt. Ich weiss, es wird nicht einfach werden, aber dennoch werde ich versuchen, mit hier einen Barudor anzufertigen.